Top 5 Trends für Augmented Reality

Wie oft werde ich gefragt, ob sich Augmented Reality sinn­voll einsetzen lässt. Viele wollen auch wissen, was die Google Glass für AR bringt. Oder in welchen Berei­chen Augmented Reality die besten Markt­chancen hat. Heute startet die Augmented World Expo in Santa Clara. Dort hat man sich schon Gedanken über die Trends für AR gemacht. Hier sind die Trends der “WE ARE AR”-Redaktion.

TREND 1: AUS DER INDUSTRIE INS MARKETING

In der Indus­trie ist Augmented Reality geschätzt. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, eine App ohne erkenn­baren Nutzen zu entwi­ckeln. In der Indus­trie entstehen auch die Inno­va­tionen rund um Tech­no­logie. Und wenn ich von Indus­trie spreche, dann meine ich damit die gesamte Wert­schöp­fungs­kette vom Proto­ty­penbau über die Produk­tion bis zum Aftersales.

Insbe­son­dere die Auto­mo­bil­wirt­schaft trans­fe­riert ihr Wissen und ihre Erfah­rungen im Umgang mit neuen Tech­noo­gien aus der Produk­tion ins Marke­ting. Anwen­dungen im B2B-Umfeld werden zunehmen, weil der vorhan­dene Content mit Augmented Reality in verschie­denen Berei­chen verwendet werden kann: Produk­tion, Marke­ting, Vertrieb und auf der Messe. Die Erkennt­nisse aus der Indus­trie gelangen auch in die B2C-Kommunikation, z.B. an den Point-of-Sales.

 RE'FLEKTCAP Automotive RE'FLEKT Playroom

 

TREND 2: MEHRWERT STATT GIMMICK

Wenn ich gefragt werde, was der Unter­schied zwischen Anwen­dungen in der Indus­trie und im Marke­ting ist, dann kann ich das einfach beant­worten: der tanzende Löwe, der ein Lied­chen singt. Im Marke­ting treffen wir nach wir vor häufig auf Apps, die nur auf kurz­fris­tigen Wow-Effekt setzen oder deren Macher die Poten­ziale von AR nicht erkennen. Das behin­dert die Entwick­lung von AR.

Nachdem die Themen Content und Usabi­lity mitt­ler­weile pene­triert werden, scheint auch ein Umdenken einzu­setzen. Wie für jedes Medium brauche ich auch für AR ein Konzept und guten Content. Ich bin über­zeugt, die Unter­nehmen haben das reali­siert und erwarten in Zukunft Anwen­dungen, die ihren Ziel­gruppen einen signi­fi­kanten Nutzen bringen.

 RE'FLEKT NuOffice Gimmick

 

TREND 3: VON TECHNOLOGIE ZU USABILITY

Je leis­tungs­fä­higer die mobilen Geräte werden, desto besser lassen sich stabil funk­tio­nie­rende Anwen­dungen erstellen. Schnelle Initia­li­sie­rung, stabiles Tracking und flüs­sige Anima­tionen hoch­wer­tiger 3D-Modelle sind uner­läss­lich für ein über­zeu­gendes Erlebnis mit AR. Sobald hier ein ausrei­chendes Niveau erreicht ist werden diese Dinge alltäglich.

In der Folge wird sich der Fokus stärker auf einfache Bedien­phi­lo­so­phien und Inter­ak­tionen richten. Die tech­ni­schen Fähig­keiten und Möglich­keiten rücken stärker in den Hinter­gund und machen den Platz frei für eine intui­tive User Experience.

UX Schablone 

 

TREND 4: MOBILE IST WEARABLE

Kann Google Glass auch Augmented Reality, ist eine weitere Frage, die häufig auftaucht. Und werden wir in Zukunft AR nur noch mit Weara­bles betrachten, weil man damit “hands-free” ist? Nein, werden wir nicht. Google Glass kann Augmented Reality, um dies zu beant­worten. Aller­dings ist das Sicht­feld der Glass um einiges kleiner als ein iPad-Display.

Mobile Geräte eignen sich hervor­ra­gend für Augmented Reality. Ganz einfach, weil man auf dem großen Bild­schirm Details erkennen kann. Ich finde die Google Glass klasse. Wer sie schon mal getestet hat, der weiß, wie klein die Darstel­lungen sind. Ja, eine Epson Moverio ist größer und die Meta Space Glasses verspre­chen noch viel mehr. Die Wahr­heit ist: Wir werden alle Geräte nutzen – je nach Einsatz­zweck. Also wird aus Mobile nicht Wearable, sondern alles ist Wearable.

 

TREND 5: VOM MARKER ZUM REAL-TIME-SCANNING 

Mit Markern hat alles begonnen. Dann kamen wir zum marker­losen Tracking – oftmals als Königs­dis­zi­plin gepriesen. Inzwi­schen erlauben die AR-Systeme auch die zuver­läs­sige Erken­nung realer Objekte, sei es ein Fahr­zeug, ein Gebäude oder ein Motor. Natür­lich mit Einschrän­kungen, abhängig von Licht und Reflek­tionen. Was aber kommt danach?

Bei Augmented Reality spre­chen wir immer von Echtzeit-Information oder Echtzeit-Darstellung. Wie sieht es mit Echtzeit-Scanning der realen Umge­bung aus? Google will mit Project Tango in Echt­zeit 3D-Karten der Realität erstellen, z.B. um in Gebäuden zu navi­gieren. Ausge­stattet mit einer Tiefen­ka­mera – ähnlich einer Kinect – misst das Smart­phone 250.000 Mal in der Sekunde die Umge­bung und die Bewe­gung des Benut­zers. Die Zukunft wird uns die perma­nente Erken­nung der realen Umge­bung bescheren. Ob das bis zur nächsten AWE im Jahr 2015 sein wird? Wir werden sehen.

Project Tango Structure Sensor

 

WEITERFÜHRENDE LINKS

Augmented World Expo 2014: Trends to expe­ri­ence at AWE

Usabi­lity Blog: Augmented Reality – Neue Welt auch für Konzep­tion und UX-Consulting? 

Bild­quellen: Ever­y­thing Robotic, Caroco.de, Compu­ter­base, The Verge, T3 The Gadget Website

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