Google Glass in der vernetzten Industrie

Inner­halb der vernetzten Welt der digi­talen Fabrik bieten sich zahl­reiche Geräte und Tech­no­lo­gien an, um Mitar­bei­tern die Arbeit zu erleich­tern. Der schnelle Daten­zu­griff am Ort des Gesche­hens fördert einen effi­zi­enten Ressour­cen­ein­satz. Smart­de­vices mit Augmented Reality, Virtual-Reality-Brillen sowie eine große Band­breite an Weara­bles runden das Angebot für die moderne Indus­trie ab. All diese Geräte bringen benö­tigte Infor­ma­tionen und Daten genau dahin, wo sie benö­tigt werden – just on site.

GOOGLE GLASS SCHAFFT DEN ÜBERBLICK

Ursprüng­lich für den Consumer Markt entwi­ckelt, entsteht mitt­ler­weile auch in der Indus­trie die Nach­frage nach Anwen­dungen mit Daten­brillen. Der Technologie-Dienstleister Beck­hoff hat auf der SPS IPC-Messe gezeigt, wie sich die Google Glass mit Maschinen vernetzen lässt. Per Marker­erken­nung soll Google Glass die Anlage iden­ti­fi­zieren, Daten wie Auslas­tung oder Fehler­in­for­ma­tionen auslesen, und die Infor­ma­tionen im Display visuell darstellen.

Beckhoff-Projektmanager Andreas Thome sieht darin eine neue Bedien­phi­lo­so­phie an der Maschine. Der Maschi­nen­be­diener erhält Infor­ma­tionen direkt an der Anlage und kann zur Fehler­ana­lyse mit einem Kollegen kommu­ni­zieren oder weitere Daten­blätter abrufen.

Beckhoff Google Glass

 

VUZIX MIT DURCHBLICK FÜR DIE LOGISTIK

Lager­hallen sind heute tech­no­lo­gi­sierte und perfekt orga­ni­sierte Bereiche in der Logi­sitik. Der Software-Hersteller SAP und das ameri­ka­ni­sche Unter­nehmen Vuzix zeigen in ihrem Beispiel den Einsatz der M11-Brille für die Kommis­sio­nie­rung im Waren­lager. Mitar­beiter werden mit der Daten­brille zum rich­tigen Lager­platz navi­giert. Das Produkt wird per Code-Scan erkannt und auf Rich­tig­keit geprüft. Anschlie­ßend quit­tiert das System die Abho­lung in der Logisitk-Software. Die Steue­rung erfolgt per Sprach­be­fehl. Zudem kann der Mitar­beiter bei tech­ni­schen Problemen über die Vuzix-Brille Hilfe anfordern.

 

WEARABLES – EIN AUSBLICK

In den Berei­chen Sport, Fitness und Medizin sind die Wearable Devices bereits alltäg­liche Begleiter. Dabei stellt sich die Frage, ob das nur ein Consumer-Thema ist, oder ob die Geräte auch im B2B-Umfeld an Bedeu­tung gewinnen. Eigent­lich ist es kein neuer Hype, denn die Sensoren sind auch bisher vorhanden. Ledig­lich der syste­ma­ti­sche Einsatz und die intel­li­gente Nutzung und Visua­li­sie­rung heben das Thema auf ein neues Niveau. Weara­bles verknüpfen Sensoren und aggre­gieren die Daten. Diese lassen sich viel­fältig auswerten und einsetzen. Der große Vorteil liegt in der Vernet­zung und der Verfüg­bar­keit der Infor­ma­tionen – Stich­wort Big Data.

ABI Rese­arch unter­teilt den Wearables-Markt in folgende Bereiche:

  • am Körper oder am Helm trag­bare Kameras

  • Smart Cloth (auch E-Cloth genannt)

  • Smart Glasses (Daten­brillen) von Vuzix, Epson (Moverio) und Google

  • Medi­zin­technik im Gesundheitswesen

  • Sport- und Fitness-Tracker (Erfas­sungs­ge­räte)

  • 3D Motion Tracker wie Micro­soft Kinect mit SoCs der neuen Apple-Tochter Primesense

  • Smartphone-kompatible Uhren wie Samsung Galaxy Gear oder Sony Smartwatch

Sensoren gibt es, wie gesagt, auch schon bisher in der Indus­trie. Aller­dings wurden sie häufig nicht vernetzt und die enthal­tenen Infor­ma­tionen wurden nur rudi­mentär genutzt. Für die digi­tale Fabrik bieten Weara­bles die Möglich­keit Daten zu sammeln, sie zu verbinden und dem Nutzer am Ort des Gesche­hens in visu­eller Form zur Verfü­gung zu stellen. Die Heraus­for­de­rungen bestehen in der Indus­trie vor allem in der Inte­gra­tion in bestehende Prozesse und der Spei­che­rung der Daten – Thema Sicher­heit und Speicherbedarf.

ABI Research Wearables 

Die Prognose für Weara­bles zeigt, dass die Devices zunächst im Consumer Markt zu finden sind. Berück­sich­tigt sind darin ausschließ­lich Geräte, die der heutigen Vorstel­lung von Weara­bles – den soge­nannten Appcess­ories – entspre­chen. Neben Smart Glasses und Smart Watches vor allem der verknüpfte Einsatz von Sensoren im B2C-Umfeld.

WEITERFÜHRENDE LINKS

Compu­ter­woche: Weara­bles im Business-Einsatz

ABI Rese­arch: Weara­bles and Devices

Wearable Tech­no­lo­gies Confe­rence: Von Google Glass zu Appcessories

Bild­quellen: Google Glass Demo/Beckhoff, ABI Rese­arch, Compu­ter­woche

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