Coca-Cola personalisiert Geofencing-Kampagne

Nachdem Coca-Cola bereits seit einigen Wochen Namen auf die Dosen druckt, wurde jetzt eine perso­na­li­sierte Kampagne in Israel gestartet. Die betei­ligten Auto­fahrer erlangen für einen Augen­blick Berühmt­heit. Die Teil­nehmer fahren in einen defi­nierten Bereich in Israels Städten und ihr Name erscheint auf den Displays der Werbe­ta­feln über der Straße. Gleich­zeitig erhalten sie eine Nach­richt auf ihr Mobil­te­lefon, auf welchem Bill­board der Name gerade ange­zeigt wird.

Geofencing und Location Based Services

Die Auto­faher können die App aus dem App-Store laden und sich regis­trieren, um anhand ihrer Geodaten erkannt werden zu können. Die Area, in der sich die Werbe­dis­plays befinden, wird per Geofen­cing defi­niert. Geofen­cing ist die Verbin­dung von Geoin­for­ma­ti­ons­daten in Form von Loka­li­sa­tion und dem aktiven Eingriff in das defi­nierte Gebiet. Aktiver Eingriff bedeutet dabei der Eintritt oder das Verlassen des Gebiets.

Coca-Cola Geofencing Kampagne

Durch die Geodaten des Smart Device wird erkannt, wann und wo der Auto­fahrer in die Geofencing-Area fährt. Dies löst die Anzeige des regis­trierten Namens auf dem nächst­ge­le­genen Bill­board aus. Je nach Standort wech­selt die Namens­an­zeige zum nächsten Display inner­halb des Kampa­gnen­ge­biets. Die stand­ort­be­zo­genen Daten, die jeder Mobil­funk­nutzer durch GPS-Sensor oder Netzer­ken­nung auslöst, helfen den Unter­nehmen perso­na­li­sierte und zum Standort passende Ange­bote und Vorschläge zu machen. Diese Location-based Services setzt beispiels­weise die App “Fours­quare” ein, die ihren Nutzern inter­es­sante Plätze in der unmit­tel­baren Umge­bung vorschlägt.

Coca-Cola Personal Road from Gefen Team on Vimeo.

Involvement und User Engagement

Die perso­na­li­sierte Kampagne löst für den Auto­fahrer kurze Momente von Berühmt­heit aus. Da die Anzeige prak­tisch vom Fahrer mit ausge­löst wird fühlt sich dieser auch einge­bunden, da er selbst mitwirken kann. Hier spielen Begriffe wie Invol­ve­ment und User Enga­ge­ment eine große Rolle, um die Betei­li­gung und den Dialog von Kunden, Ziel­gruppen und Konsu­menten zu verstärken. Gerade in der heutigen Medi­en­frag­men­tie­rung, mit einem starken Infor­ma­ti­ons­über­an­gebot, müssen Marke­ting und PR in mehr­di­men­sio­nale Kommu­ni­ka­tion inves­tieren. Die Menschen wollen mitma­chen und über­rascht werden anstatt nur von Werbung berie­selt zu werden. Die Ziel­gruppen mit inter­ak­tiven Elementen einzu­binden wirkt sich kurz­fristig auf die Aufmerk­sam­keit und lang­fristig auf die Marken­bil­dung aus.

Die App wurde mitt­ler­weile mehr als 100.000 mal herun­ter­ge­laden und ist im israe­li­schen App-Store auf Platz 1.

Macht´s gut bis zum nächsten Post,

Dirk Schart

Weiterführende Links

Wiki­pedia: Geofen­cing
Studie: Location-based Services 2013″ der Bayri­schen Landes­zen­trale für neue Medien (BLM)

Bild­quelle
PSFK

2 thoughts on “Coca-Cola personalisiert Geofencing-Kampagne”

  1. Als Unter­nehmen muss man sich einfach immer wieder etwas einfallen lassen, um die Aufmerk­sam­keit auf sich zu ziehen und aus meiner Sicht schafft es Coca Cola immer wieder.

    1. Hallo Herr Bauer, vielen Dank für Ihren Kommentar. Coca Cola hat mit ihrer perso­na­li­sierten Kampagne großen Erfolg gehabt bzw. hat ihn noch. Das Beispiel zeigt, wie gut kontext-bezogene Infor­ma­tion (hier Location-based, also mit Geodaten) funk­tio­nieren kann. Content zur rich­tigen Zeit, am rich­tigen Ort und für die rich­tige Person. Das werden wir mit Weara­bles stärker erleben – Context Marke­ting statt nur Content zu produzieren.

      Beste Grüße,
      Dirk Schart

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