Fünf Augmented Reality Apps für Messen

Bald ist es wieder soweit – der Messe­herbst steht vor der Tür. Wie kriegen wir die Besu­cher an unseren Stand? Womit können wir die Produkte zeigen, die wir nicht am Stand haben? Wie erzeugen wir User Enga­ge­ment? Das sind die Fragen, mit denen sich die Kollegen aus Marke­ting, PR und Vertrieb befassen. Wir verraten, wie Augmented Reality den Flow schafft: Infor­ma­tionen liefert und Enter­tain­ment bietet.

Messen sind langweilig und voll

Volle Hallen, über­füllte Stände, genervte Besu­cher: so sieht es auf den meisten großen Messen aus. Die Infor­ma­ti­ons­flut ist für die Messe­be­su­cher kaum zu bewäl­tigen, die Aussteller füllen die Messe­tüten mit Tonnen an Print­ma­te­rial . Mit klas­si­schen Medien lässt sich kaum noch große Aufmerk­sam­keit errei­chen. Noch größer ist die Heraus­for­de­rung im B2B-Bereich: erklä­rungs­be­dürf­tige und teils wenig span­nende Produkte müssen kommu­ni­ziert werden. Dabei kann das sehr span­nend sein, denken wir nur an Faszi­na­tion Technik.

FAZ Messe

Wo ist jetzt der Flow?

Eine Messe ist ein typi­sche Beispiel für die bekannte Flow-Theorie des Glücks­for­schers Mihaly Csiks­zent­mi­halyi. Was macht uns glück­lich? Auf den ersten Blick mag das spiri­tuell klingen. Was wollen wir bei den Besu­chern errei­chen: Nach dem Besuch am Stand sollen sie glück­lich und vor allem begeis­tert sein. Auf das Marke­ting über­tragen, ist die Aufgabe, eine ausge­wo­gene Mischung aus Infor­ma­tion und Enter­tain­ment zu schaffen und möglichst in eine Geschichte zu verpa­cken. Zu wenig Infor­ma­tion bedeutet für den Besu­cher, dass er gelang­weilt ist. Bei zu viel Daten und Infos ist man über­for­dert. Die Mischung macht’s.

Augmented Reality als Game Changer

Augmented Reality erwei­tert die knappe und teure Stand­fläche virtuell. Produkte und hapti­sche Gegen­stände am Stand lassen sich zum Leben erwe­cken und spie­le­risch entde­cken. Infor­ma­tionen lassen sich mit Begeis­te­rung erzählen – auch wenn sie noch so trocken sind. Messe­wände, Roll-ups und Banner verwan­delt Augmented Reality in inter­ak­tive Demo-Sessions. Als Augmented-Reality-Unternehmen machen wir uns die glei­chen Gedanken, bevor wir auf eine Messe gehen: wer ist die Ziel­gruppe, wie schaffen wir Aufmerk­sam­keit und Inter­esse an unserem Portfolio.

Eines kann ich sagen: Wer an seinem Stand Augmented-Reality-Apps hat und sich mit Tablet oder Google Glass auf dem Stand bewegt, dem ist Aufmerk­sam­keit sicher. Gerade die neuen Devices sorgen für viel Neugier bei Besu­chern. Wer dann noch einen Bild­schirm aufstellt und die AR-Action live über­trägt, dem sind begeis­terte Messe­be­su­cher sicher. Lassen wir die Beispiele spre­chen. Wir haben eine kleine Auswahl an Augmented-Reality-Beispielen für B2C und B2B zusam­men­ge­stellt. 

Marke positionieren ohne Produkt

Neue Marke posi­tio­nieren oder ein Produkt zeigen, das noch nicht exis­tiert? Der südko­rea­ni­sche Outdoor­her­steller Blackyak plant, sein Sorti­ment im kommenden Jahr auf den deut­schen Markt zu bringen. Obwohl die Kollek­tionen noch nicht fertig sind, präsen­tierten sich die Südko­reaner auf einer der welt­weit größten Sport­messen – der ISPO in München. Mit einer Projek­tion auf das Outfit-Modell und der Augmented-Reality-App konnten die Besu­cher erste Eindrücke bekommen, welche Produkte Blackyak auf den Markt bringen wird. Die Marke wurde zum ersten Mal in Deutsch­land wahr­ge­nommen und erregte viel Aufsehen auf der Messe.

Wir haben nicht nur die Bilder für Euch. Probiert die App selbst aus. Einfach herun­ter­laden, iPhone oder iPad auf das Bild halten und den inter­ak­tiven Messe­stand bestaunen. 

Blackyak Augmented Reality Beispiel

  

Interaktives B2B-Marketing 

Produkt: Solar­zellen. Company: Trina Solar aus China. Wenn wir uns an den Flow erin­nern, kommen uns hier zuerst die Infor­ma­tionen in den Kopf. Emotion? Weniger. Chine­si­sche Produ­zenten kämpfen mit vielen Vorur­teilen: schlechte Qualität, mangel­hafte Produk­ti­ons­be­din­gungen, keine Transparenz. 

Europa-Marketingchef Markus Rach, erfah­rener B2B-Marketer, hatte für die Inter­solar 2015 ein klares Ziel: Infor­ma­tionen zu Solar­zellen inter­aktiv erzählen und das Unter­neh­mensi­mage von Trina Solar verbes­sern. Das gesamte Konzept umfasste eine Augmented-Reality-Anwendung für die Visua­li­sie­rung der Solar­zellen, ihrer Funk­tion und Vorteile. Zusäz­lich gab es ein Virtual-Reality-Konzept mit Rund­gang durch das Unter­nehmen in Chang­zhou – inklu­sive Meeting mit dem CEO. 

 

BMW Wallbox erklärt sich selbst

Die Wallbox von BMW ist eine Elek­trotank­stelle für die heimi­sche Garage. Mit modernster Technik ausge­stattet, dient die Wallbox nicht nur zum Tanken – die Zapf­säule ist ein digi­taler Assis­tent für Elek­tro­mo­bile. Fort­schritt­liche Technik braucht zukunfts­fä­hige Bedie­nung: Hand­buch muss hier keines gelesen werden. Alle Funk­tionen der Wallbox werden über die Augmented-Reality-App erklärt – inklu­sive Röntgenblick.

Tekom Wallbox Demo

Ein echter Blick­fang auf der Messe: kaum ein Besu­cher ging an der Wallbox vorbei ohne zu schauen was passiert oder das iPhone selbst in die Hand zu nehmen. Am Stand unseres Netz­werk­part­ners 2W war entspre­chend Betrieb. “Wir stellen komplexe Inhalte verständ­lich dar. Dafür passt Augmented Reality als inter­ak­tives und visu­elles Tool hervor­ra­gend in das Konzept für die Wallbox”, sagt Andreas Pfeffer, Abtei­lungs­leiter Tech­ni­sche Kommu­ni­ka­tion aus dem 2W-Team. 

 

Lebendiger Produktkatalog auf dem Tablet serviert

Das gesamte Produkt­port­folio zeigen, einen Blick ins Innere eines Autos gewähren, wich­tige Funk­tionen verständ­lich erklären, Produkt­fea­tures und Bene­fits über­zeu­gend präsen­tieren, das Sales­team mit effek­tiven Tools ausstatten und für Andrang am Messe­stand sorgen. Das alles steckte in der AR-App von Bosch für die Auto­me­cha­nika. Das Ergebnis: Zufrie­dene Vertriebs­mit­ar­beiter, begeis­terte Kunden und neue Aufträge. 

Unser Entwick­lungs­partner Bosch nutzt Augmented Reality sehr gezielt auf Messen. Zum einen mit Apps wie der vorge­stellten, häufig in Kombi­na­tion mit einem realen Fahr­zeug, das eben­falls mit Augmented-Reality-Content ausge­stattet ist. 

Faszination Technik erleben

Eine große Portion Gami­fi­ca­tion hat Talis seinem Messe­stand spen­diert. Wer weiß, was ein Erhard-Multamed-Schieber macht? Genau das und die Funk­tionen des Teils “lernen” die Besu­cher am Stand quasi nebenbei. Über ein Menü können Besu­cher die verschie­denen Einsätze wie Schau­fel­kranz und Loch­zy­linder austau­schen und erleben die zuvor beschrie­bene Inter­ak­tion und ein neues Gefühl für Tech­no­logie. 

Mittels Apple-TV wird der iPad-Screen in Echt­zeit auf eine große LED-Wand über­tragen, sodass die Tour für alle Messe­be­su­cher gut sichtbar ist und als Blick­fang weitere Inter­es­senten zum Besuch des Talis-Messestandes animiert.

Bonus Case 

Eingangs habe ich die Messe­wände, Displays und Banner erwähnt. Als Beispiel dafür ein paar Worte zu unserer inter­ak­tiven Demo­Wall. Für die Messen und die zahl­rei­chen Konfe­renzen und Work­shops haben wir eine preis­werte Möglich­keit gesucht, um Content inter­aktiv zu präsen­tieren – mit einer mobilen Lösung, die per Flug­zeug, Auto oder Bahn reisen kann und schnell einsetzbar ist. 

Augmented Reality DemoWall

Für unsere Indus­trie­an­wen­dungen entstand die Demo­Wall – eine klas­si­sche Messe­wand mit Textil­bezug und falt­barem Träger. Die flexi­blen Wände sind für unter 1.000 Euro zu haben und lassen sich überall mitnehmen. In Kombi­na­tion mit Augmented Reality entsteht eine inter­ak­tive Präsen­ta­ti­ons­fläche, die für Produkt­demos oder Marken­auf­tritte genutzt werden kann. Mitt­ler­weile auf mehr als 50 Veran­stal­tungen einge­setzt, hat die Demo­Wall für viel Begeis­te­rung und User Enga­ge­ment gesorgt.

Viel Erfolg auf der Messe – hoffent­lich mit Augmented Reality!

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