Datenbrillen im Business: Nach Google Glass ist vor Meta One

Google Glass rennen die Entwickler davon, Unter­nehmen haben die Daten­brille abge­schrieben. Das sagen und schreiben die einen. Die anderen machen Studien und wollen die Google Glass mit allen Mitteln in Indus­trie­an­wen­dungen zwängen. Schwarz­seher auf der einen Seite, Tritt­brett­fahrer auf der anderen. Was ist nun wirk­lich los mit den Smart Glasses? 

Die Google Glass muss häufig als Synonym für sämt­li­chen Smart Glasses oder Daten­brillen herhalten. Dabei hat die Google-Brille beispiels­weise mit einer Meta One so viel zu tun wie ein VW Passat mit einem Tesla Roadster. Der eine ist ein hervor­ra­gender Begleiter im Alltag, der andere ein Innovations-Vehikel mit Zukunfts­tech­no­logie. Wer glaubt, dass Augmented Reality-Brillen inner­halb der kommenden Jahre Tablets und Smart­phones für Business-Anwendungen ablösen wird, der hat vermut­lich noch nie eine der Brillen wirk­lich ausprobiert.

FASZINATION SMART GLASSES

Es ist schon beein­dru­ckend, eine der Smart Glasses aufzu­ziehen und passend zur Umge­bung digi­tale Einblen­dungen zu bekommen. Wir nennen dies kontext-bezogene Infor­ma­tionen – mit Rele­vanz für den Nutzer. Lässt sich das Ganze dann noch per Finger­gesten steuern, dann sind die meisten baff. In der vergan­genen Woche besuchte uns PC Welt-Redakteur Alex­ander Hoff­mann, um unsere Palette an Daten­brillen zu testen: von Google Card­board über Meta One bis zur Oculus Rift. Die PC Welt berichtet im  Beitrag “Daten­brillen – der große Über­blick” über den Test und befragte uns zu den einzelnen Devices.

Alex Hoffmann Glasses

Bei Googles Card­board ist die Überr­schung meist groß weil die Erwar­tungen sehr gering sind. Die Über­ra­schung war auch bei Alex­ander Hoff­mann gegeben. Richtig los ging es dann mit der Meta One. “Wow! Einfach nur wow! DAS ist die Technik von morgen!”, spru­delte es aus ihm heraus, während der mit den Fingern virtu­elle Objekte griff und an der gewünschten Stelle plat­zierte. Warum wir diesen Proto­typen bereits jetzt bei uns haben, werden wir oft gefragt. RE’FLEKT ist einer von drei Part­nern in Deutsch­land, die für das Meta Pioneers Programm ausge­wählt wurden.

DIE TECHNIK VON MORGEN

Alex­ander Hoff­mann hat es tref­fend beschrieben: Die Technik von Morgen. Es ist faszi­nie­rend zu sehen, wie schnell sich die Brillen entwi­ckeln. In diesem frühen Stadium ist es für uns deshalb auch wichtig die Geräte zu testen und User-Feedback zu bekommen. Denn was Business-Menschen am meisten inter­es­siert: Aktu­elle Busi­ness Cases lassen sich damit noch nicht vernünftig reali­sieren. Für Bril­len­träger mangelt es an opti­scher Korrektur, die Brillen sind zu schwer und auch der Trage­kom­fort stimmt noch nicht.

Datenbrillen Smartglasses

Meta One und Oculus Rift sind nach wie vor in der Entwick­luns­gphase. Die Oculus-Mannschaft entwi­ckelt seit rund zwei Jahren – die Brille wird vorauss. 2015 erscheinen. RE’FLEKT-Entwickler Diego Montoya war zwei Wochen lang in den USA, um mit Firmen wie Meta oder Atheer Labs zu spre­chen. “Die Meta One wird frühes­tens 2016 markt­reif sein”, schätzt Montoya den Zeit­rahmen ein. Nach vielen Tests sagt er: “Insbe­son­dere der Ansatz mit Gesten­steue­rung ist hervor­ra­gend. Aller­dings gibt es auch noch ein paar Hürden zu meistern”.

WAS HEUTE SCHON GEHT

Tablets und Smart­phones sind nach wie vor erste Wahl, wenn es um Augmented Reality geht. Die Oculus Rift wird den VR-Markt umgraben. Nach vielen Anfragen zu den Daten­brillen haben wir damit begonnen eine Referenz-Anwendung zu entwicklen: den Industry Case. Die wenigsten Anwender haben die Möglich­keit reale Anwen­dungen mit unter­schied­li­chen Geräten zu testen: Tablet, Smart­phone, Weara­bles. Die Epson Moverio beispiels­weise ist eine der wenigen Brillen, die bereits auf dem Markt erhält­lich ist. Damit lassen sich kontext-gezogene Anwen­dungen für Indus­trie und Marke­ting schaffen.

Der Ausblick: Nächste Woche gibt es die ersten Einblicke in den Industry Case. Wir starten mit iPad und Epson Moverio und spre­chen dazu mit Tiphaine Rosseau und Daniel Sproll.

WEITERFÜHRENDE LINKS

PC Welt: Daten­brillen – der große Überblick

VDC Fell­bach: White­paper “Head Mounted Displays und Datenbrillen”

Bild­quellen: RE’FLEKT, VDC Fellbach

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