Big Data – We are watching you

Täglich produ­zieren wir Daten, ohne dass wir es wirk­lich reali­sieren. Ob bei der Arbeit, in der Frei­zeit, oder beispiels­weise in sozialen Netz­werken. Manches spei­chert unser Gehirn, manches die Fest­platte oder Cloud und vieles vergessen wir einfach wieder – weil unsere mensch­liche Spei­cher­ka­pa­zität begrenzt ist.

Das ist Big Data. Immer schneller wach­sende Daten­berge und eine Infor­ma­ti­ons­flut, die wir nicht verar­beiten können. Aufgrund der immensen Infor­ma­ti­ons­flut sind wir gezwungen Daten zu filtern und auszu­sor­tieren. Text­schlangen und Zahlen­ko­lonnen werden weniger wahr­ge­nommen als Bilder und sind schwerer zu verar­beiten. Augmented Reality hat die Möglich­keit die Daten­berge in die visua­li­sierte Realität zu versetzen.

Nach einem Bericht des Maga­zins Spiegel werden im Jahr 2020 welt­weit 40.000.000.000 Terra­byte an Daten produ­ziert. Daher wird es in der Zukunft immer wich­tiger sein Daten und Infor­ma­tionen verständ­lich und inter­aktiv aufzu­be­reiten. Außerdem müssen sie aktuell und zur rich­tigen Zeit verfügbar sein.

Augmented Reality macht Datenberge erlebbar

Einige Projekte zeigen bereits was machbar ist. Insbe­son­dere in prozess­in­ten­siven Indus­trien, wie z.B. in Raffi­ne­rien, werden die im Unter­nehmen vorhan­denen Daten visuell genutzt und liegen nicht nur auf der Platte oder im Archiv.

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Jürgen Knei­dinger, Geschäfts­führer von Augmensys, sieht großes Poten­zial in der visu­ellen Nutzung der vorhan­denen Daten­mengen. “Die Daten sind da und können durch intel­li­gente Tech­no­lo­gien wie AR verständ­lich visua­li­siert und somit in eine breite Nutzung gebracht werden”, beschreibt Knei­dinger die Poten­ziale von Big Data und Augmented Reality. Weiterhin ist er davon über­zeugt, dass “AR in unter­schied­li­chen Berei­chen in Konzernen Nutzen und Kosten­ein­spa­rungen bringen kann”. Von der Wartung der komplexen Anlagen über die interne Kommu­ni­ka­tion bis zur Nachbarschafts-PR sieht der Augmensys-Geschäftsführer Einsatz­mög­lich­keiten für Augmented Reality.

Dass AR für Big Data nicht nur in Groß­kon­zernen und im indus­tri­ellen Umfeld ein Gewinn ist, bestä­tigt RE´FLEKT-CEO Kai Thomas. “Marke­ting, Kommu­ni­ka­tion und Vertrieb profi­tieren von der Visua­li­sie­rung mit Augmented Reality”, so Thomas. Dabei bestehen für ihn Möglich­keiten in allen Bran­chen und Unter­neh­mens­be­rei­chen. Gerade die Zahlen­mengen beispiels­weise in einem Geschäfts­be­richt können mit AR verständ­lich kommu­ni­ziert werden. Im Immo­bi­li­en­ge­schäft können Infor­ma­tionen aus Plänen und Projekt­struk­turen visuell aufbe­reitet werden, was zu einer besseren Vorstel­lung und gleich­zeitig zu einer emotio­na­leren Wahr­neh­mung führt.

Drei Gründe für Augmented Data

Die Visua­li­sie­rung von Big Data mit Augmented Reality bietet eine Menge Poten­zial, um künftig Daten besser zu nutzen und sie ziel­grup­pen­ge­recht aufzubereiten.

1. Daten können visuell dargestellt werden

Wie eingangs beschrieben werden in jedem Unter­nehmen und in jeder Orga­ni­sa­tion Daten gespei­chert, die teils genutzt und teils unge­nutzt bleiben. Viel­fach müssen die Daten­mengen sortiert und aufbe­reitet werden. Augmented Reality kann mit der Erwei­te­rung der Realität, durch Einblen­dung von Zusatz­in­for­ma­tionen und Bildern, vorhan­dene Zahlen und Fakten in visu­eller Form darstellen.

2. Komplexe Daten verständlich gemacht

Die Daten­berge sind groß und meist auch noch komplex. Aus der Wahr­neh­mungs­for­schung wissen wir, dass Bilder schneller und inten­siver aufge­nommen werden wie reiner Text. Die bessere Kombi­na­tion besteht darin, mehrere mensch­liche Sinne, wie z.B. Tasten, Hören und Sehen anzu­spre­chen. Hierbei ist von einer multi­sen­sualen Kommu­ni­ka­tion die Rede. Genau dies kann mit der Visua­li­sie­rung durch AR erreicht werden, in dem der Sehsinn ange­spro­chen wird und durch den Einsatz virtu­eller Objekte ein Gefühl der Haptik vermit­telt wird.

3. Datenberge mobil machen

Wir sind es gewohnt unsere Daten in der Cloud dabei zu haben und wollen unsere Medien immer verfügbar haben. Dies gilt insbe­son­dere dann, wenn Infor­ma­tionen schnell benö­tigt werden. Augmented Reality nutzt die tech­ni­schen Möglich­keiten der mobilen Geräte, wie Smart­phone und Tablet. Dadurch können die Daten immer genau dort visua­li­siert und genutzt werden, wo sie gerade gebraucht werden.
Das kann inner­halb des Unter­neh­mens sein aber auch außer­halb. So kann ein Unter­nehmen auch für seine Nach­barn und Inter­es­sierte Daten zum Umwelt­be­wusst­sein oder Karrie­re­mög­lich­keiten per AR und Smart­phone anbieten und somit die vorhan­denen und bereits aufbe­rei­teten Daten für weitere Ziel­gruppen nutzen. Im Immo­bi­li­en­be­reich können Inter­es­sierte bereits “auf der grünen Wiese” in künf­tige Erleb­nis­welten versetzt werden, wodurch Neugier und Aufmerk­sam­keit entstehen.

Die aufge­zählten Möglich­keiten sind nur einige Beispiele für den Einsatz von Augmented Reality im Bereich Big Data. Sowohl AR wie auch Big Data stehen am Beginn ihrer Entwick­lung. Der IT-Branchenverband Bitkom prognos­ti­ziert nach einem Umsatz von 4,6 Milli­arden Euro im Jahr 2012 einen Anstieg auf 16 Milli­arden Euro im Jahr 2016.

Eines ist sicher: Die Infor­ma­tionen auf den Daten­bergen werden nicht abschmelzen und die Aufnah­me­ka­pa­zität des mensch­li­chen Gehirns ist begrenzt. Dies zeigt, dass Unter­nehmen gut beraten sind, sich damit zu befassen, wie mit den Daten und ihrer Visua­li­sie­rung umge­gangen wird.

Jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Daten sammeln.

Macht´s gut bis zum nächsten Post,

Dirk Schart

 

Quellen: Spiegel Magazin, www.bitkom.de, www.augmensys.comwww.re-flekt.com

Bild­quelle: Augmensys