WE ARE AR berichtet: Augmented World Expo 2013

In der vergan­genen Woche fand zum vierten Mal die Augmented World Expo (AWE) statt. Die AWE in Santa Clara zählt zu den großen AR-Kongressen, auf denen von Start-ups bis zu renom­mierten Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen eine große Band­breite vertreten ist. Die Beset­zung der Refe­renten liest sich wie ein Who is Who der AR-Welt und spie­gelt die stetig wach­sende Bedeu­tung der Augmented World Expo wider.


“Reality isn´t what it used to be”, beschreibt Dan Farber, Autor des Tech­no­lo­gie­por­tals CNET, den Ausgangs­punkt für die künf­tige Entwick­lung und Nutzung von Augmented Reality. Gerade in den vergan­genen Tagen und Wochen waren AR- und VR-Brillen im Fokus der Medien. Neben “Smart Eyewear” und “Wearable Compu­ting” war der Fokus in diesem  Jahr auf der Gesten­steue­rung, Big Data, 3D-Printing und Cloud­lö­sungen. Über allem stand das Motto “Augmented Humans in an Augmented World”.

Künftige Entwicklung und Trends von Augmented Reality

Eine Entwick­lung mit großem Poten­zial für künf­tige AR-Anwendungen zeichnet sich im Bereich der Gesten­steue­rung ab. Erst kürz­lich zeigte Micro­soft mit der im November erschei­nenden Xbox One und der dazu­ge­hö­rigen Kinect-Steuerung, wie sensibel und genau die Kontrolle durch Gesten mitt­ler­weile erfolgen kann. Das New Yorker Start-up Meta entwi­ckelt eine 3D-Brille mit Gesten- und Finger­steue­rung, mit der sich virtu­elle Objekte bewegen lassen, die in die reale Welt gesetzt werden. Meron Gribetz, CEO und Gründer von Meta, beschreibt Hände und Finger als Ersatz für Tastatur und Maus. Wer sehen will, was mit Gesten machbar ist, kann sich das Video von 3Gear Systems anschauen. Von Robert Wang gegründet, konnte sich die Firma auf der AWE 2013 über die Auszeich­nung als bestes Start-Up freuen.

Während manche großen AR-Unternehmen inzwi­schen viel­fach bestehende Konzepte weiter­ent­wi­ckeln, präsen­tieren sich vor allem klei­nere Anbieter und Start-ups mit fort­schritt­li­chen Tech­no­lo­gien und Umset­zungen. Mit inno­va­tiven und krea­tiven Ideen und starkem Fokus auf Usabi­lity zeigen sie, welche Möglich­keiten und welcher Nutzen für Unter­nehmen durch Augmented Reality entstehen kann. Damit trägt die nächste AR-Generation dazu bei, dass Augmented Reality aus der Phase “Gimmick und Inno­va­ti­ons­siegel” heraus­wächst und damit als Medium mit Mehr­wert geschätzt wird.

Die AWE bot auch einige Vorträge von AR-Allstars, wie beispiels­weise die Keynotes von Bruce Ster­ling, Steve Mann, Tomi Ahonen oder SimCity-Entwickler Will Wright. Als Einstieg kann man sich acht inter­es­sante Minuten von und mit Bruce Ster­ling gönnen. Alle weiteren Präsen­ta­tionen sind auf dem YouTube-Channel der AWE zu finden (AWE Play­list).

Auggie Awards

Neben Neuheiten aus der AR-Welt und den Präsen­ta­tionen vieler inno­va­tiver Unter­nehmen werden auf der AWE in sechs verschie­denen Kate­go­rien Awards vergeben. Aus einem Feld von 87 Nomi­nie­rungen konnten in jeder der Kate­go­rien fünf Fina­listen gewählt werden, aus denen die Jury die Gewinner bestimmte. Bevor wir die einzelnen Kate­go­rien und Gewinner vorstellen sei noch ein Wort zum Award und dessen Namen verloren. Verloren im wahrsten Sinne des Wortes. Die Preise heissen “Auggie Awards”.

Wer das hört verbindet dies nicht wirk­lich mit einer ernst­haften Auszeich­nung und dem Attribut “Wertig­keit”. Und das obwohl die Nomi­nierten und Gewinner viel Know-how, Entwick­lung und Leiden­schaft in ihre Projekte gepackt haben und die AWE starke Repu­ta­tion geniesst. Das wird den Unter­nehmen und der Konfe­renz nicht gerecht. Schlimmer wird es, wenn man sich den Award selbst anschaut. Nun mag man über Kunst streiten. Entweder sollte eine Trophäe zum Thema passen oder einfach gut aussehen und funkeln.  Jeder kann sich selbst ein Bild machen und die Skulptur betrachten.

AWE Auggie Awards Sculpture

Nun aber zum wich­tigen Teil: den Gewin­nern. Diese wurden in den Kate­go­rien “Best Augmented SDK for Deve­l­o­pers”, “Best Augmented World Mobile App”, “Best Augmented Marke­ting Campaign”, “Best Augmented Solu­tion”, “Best Augmented World Video”, “Best Augmented World Hard­ware” und “Best Augmented World Start-up” verliehen. Die Details zu den Krite­rien der Preis­ver­gabe sowie den Fina­listen gibt es hier: Awards Criteria.

Eine der wich­tigsten Kate­go­rien, die des besten SDK für Entwickler, hat sich in einem starken Konkur­renz­feld Qual­comms Vuforia gean­gelt. Im Bereich der besten Enterprise-Lösungen konnte die Umset­zung von Otolift über­zeugen (siehe Bild unten).

Otolift Stairlift B2B

Die Kate­gorie “Video” wird für die AR-Experten keine Über­ra­schung darstellen – der Kurz­film “Sight”, der die Zukunft aber auch die Barrieren von AR gelungen darstellt.

Alles in allem zeigt sich, dass die Qualität der AR-Lösungen und die konzep­tio­nelle Inte­gra­tion an Bedeu­tung gewinnt. Für die weitere Entwick­lung von Augmented Reality als Tech­no­logie und Medium mit Nutzen und Mehr­wert im Einsatz bei Unter­nehmen sollte dieses Ziel nicht aus den Augen verloren gehen.

Wir halten Euch mit weiteren Messe­be­richten aus den Berei­chen AR und digi­taler Kommu­ni­ka­tion auf dem Laufenden.

Viel Spaß mit Videos und Awards.

Macht´s gut bis zum nächsten Post,

Dirk Schart

Quellen: www.augmentedworldexpo.com, www.cnet.com

 

2 thoughts on “WE ARE AR berichtet: Augmented World Expo 2013”

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *