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Augmented Reality visualisiert Diagnose

Im Post der vergan­genen Woche – AR aus Exper­ten­sicht – habe ich die verschie­denen Möglich­keiten zur Erwei­te­rung der realen Umge­bung durch Augmented Reality genannt. Das Beispiel der visua­li­sierten Liege­dia­gnose im heutigen Post zeigt, wie die Einblen­dung eines 3D-Objektes zur Visua­li­sie­rung genutzt werden kann. Das Unter­nehmen Rummel Matratzen hatte die Vorstel­lung, die bestehende Liege­dia­gnose visuell darzu­stellen. Es sollte möglich sein, dem Kunden die Messung der opti­malen Matrat­zen­härte in visu­eller Form mitzu­geben. Eine weitere Idee bestand darin, dass die Mess­ergeb­nisse zuhause mit dem Smart­phone oder Tablet abrufbar sein sollen.

Von der Idee zur Umsetzung mit Augmented Reality

Alles beginnt mit der Messung. Die Kunden werden auf einer mit hunderten von Flach­sen­soren ausge­stat­teten Mess­ma­tratze vermessen. Die damit gewon­nenen Belas­tungs­werte werden in ein drei­di­men­sio­nales Körper­mo­dell umge­wan­delt. Gleich­zeitig filmt eine Kamera die liegenden Probanden und vergleicht sie mit den zuvor erstellten 3D-Modellen. Im Anschluss an die Auswer­tung können die Kunden ihre persön­li­chen Mess­daten auf einem QR-Code gespei­chert mit nach Hause nehmen und per Smart­phone und App jeder­zeit wieder visua­li­siert abrufen. Der QR-Code dient hier nicht als Verlin­kung sondern als perso­na­li­sierter Datenspeicher.

RE'FLEKT AR-Kiosk

Die Kunden erhalten ein Mess­ergebnis in visu­eller Form und können schnell erkennen, welche die rich­tige Matrat­zen­härte ist. Für die Mitar­beiter vor Ort am Point-of-Sale steht mit der Anwen­dung ein Tool zur Verfü­gung, das alle wesent­li­chen Infor­ma­tionen bereit hält und das Bera­tungs­ge­spräch inter­aktiv begleitet.

Mit der folgenden Anlei­tung kann jeder einen Teil der Appli­ka­tion testen und sich beispiel­hafte Mess­ergeb­nisse anzeigen lassen. Viel Spaß dabei.

RE’FLEKT SENSO­flex AR-App

Das Interview: Augmented Reality visualisiert Daten

Welche Erfah­rungen das Unter­nehmen Rummel beim ersten Einsatz von AR gemacht hat und welche Erwar­tungen in die Tech­no­logie gesetzt werden, erklärt Klaus Neude­cker im folgenden Interview.

WEAREAR: Herr Neude­cker, Sie sind Mitglied der Geschäfts­lei­tung von Rummel Matratzen. Unsere Leser inter­es­siert natür­lich, was Rummel macht. Könnten Sie uns das in drei Sätzen erklären?

NEUDECKER: Unser Tätig­keits­schwer­punkt liegt in der Produk­tion von Matratzen und Unter­fe­de­rungen, die den hohen Ansprü­chen der Schlaf- und Ergonomie-Forschung entspre­chen. Wir denken und handeln stets service­ori­en­tiert, quali­täts­be­wusst und inno­vativ. Wir produ­zieren ausschließ­lich in unseren beiden Werken in Mittel­franken Produkte für den Fachhandel.

WEAREAR: Die Themen „Matratze“ und „Tech­no­logie“ werden auf den ersten Blick nicht gleich zusam­men­ge­bracht. Sie haben für die Wahl der rich­tigen Matrat­zen­härte ein visu­elles Mess-System einge­führt. Wer hatte die Idee dazu?

NEUDECKER: Die Idee kam von mir. Ich habe nach einer Möglich­keit gesucht, wie wir unseren Kunden einfa­cher und schneller erklären können, was wir messen. Und unser Vertrieb sollte sich während der Bera­tung auf die Kunden konzen­trieren und alle Infor­ma­tionen mit Bildern darstellen können.

WEAREAR: Das SENSOflex-System nutzt zur Visua­li­sie­rung die Erwei­te­rungen von Augmented Reality (AR). AR ist viel­fach noch unbe­kannt. Wie war ihr erster Eindruck von den Möglichkeiten?

NEUDECKER: Der erste Eindruck war sehr viel­ver­spre­chend und zukunfts­wei­send. Wir konnten die Sensor­technik unserer SENSO­flex Liege­dia­gnose verbes­sern und durch Augmented Reality visualisieren.

WEAREAR: Sie konnten die inter­ak­tiven Messungen im Rahmen einer Messe testen. Wie haben Ihre Kunden und Partner darauf reagiert?

NEUDECKER: Es gab sehr viele unter­schied­liche Reak­tionen und Meinungen, jedoch über­wie­gend positiv. Die Kunden waren sehr neugierig, wie sich diese neue Technik am POS umsetzen würde.

WEAREAR: Der Einsatz neuer Tech­no­logie erfor­dert Inves­ti­tionen. Was erwarten Sie vom neuen System?

NEUDECKER: Die SENSO­flex Liege­dia­gnose 3D ist einzig­artig auf dem Markt und verbindet die kompe­tente Fach­be­ra­tung des statio­nären Handels mit der mobilen Infor­ma­ti­ons­tech­no­logie von heute. Wir haben es geschafft, das indi­vi­du­elle Bera­tungs­er­gebnis dem Kunden virtuell durch Nutzung unserer SENSOflex-App mitzu­geben bzw. jeder­zeit abzurufen.

WEAREAR: Gerade bei neuen Tools kommt natür­lich die Frage nach Nutzen und Mess­bar­keit. Können die Verkaufs­zahlen gestei­gert werden, lassen sich mehr neue Kunden gewinnen oder worin besteht der Mehr­wert für das Unter­nehmen. Diese Punkte inter­es­sieren die Geschäfts­lei­tung und das Control­ling. Welche Möglich­keiten zur Erfolgs­kon­trolle setzen Sie ein?

NEUDECKER: Das Bera­tungs­ge­spräch am Point-of-Sale ist gut struk­tu­riert und ziel­füh­rend orga­ni­siert, so dass die Bera­tungs­dauer sich verkürzt und dennoch alle Infor­ma­tionen dem Kunden zuge­tragen werden können.

WEAREAR: Augmented Reality wird oftmals als komplex bezeichnet. Könnten Sie uns etwas zur Bedie­nung des Visua­li­sie­rungs­tools sagen? Wie sind Ihre Erfahrungen?

NEUDECKER: Bei der Entwick­lung und Program­mie­rung stand von vorn­herein fest, dass die Bedie­nung und Darstel­lung so einfach wie möglich und für jeder­mann verständ­lich gestaltet werden muss. Dies ist uns gelungen.

WEAREAR: Herr Neude­cker, ich bedanke mich für das Gespräch.

Macht´s gut bis zum nächsten Post,

Dirk Schart

Weiterführende Links

Projekt­be­schrei­bung SENSO­flex AR-System
Post “Was ist Augmented Reality aus Expertensicht”

Bildquellen

Rummel Matratzen

2 thoughts on “Augmented Reality visualisiert Diagnose”

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