AR Beacons

Augmented Reality und Beacons

Wo Tech­no­lo­gien verschmelzen entsteht Mehr­wert für die Anwender. In Zeiten von “Smart Home” und dem “Internet of Things” nimmt die Vernet­zung von Objekten, Daten und Menschen eine entschei­dende Rolle ein. Lisa Kulawig hat sich in ihrer Bache­lort­hesis mit dem Zusam­men­spiel von Augmented Reality und Beacons ausein­ander gesetzt. Wir haben die Arbeit unter­stützt und begleitet. Sie hat unter­sucht, wie die beiden Tech­no­lo­gien sinn­volle Vorteile für den statio­nären Handel bringen. Ein wich­tiges Thema war dabei der “Kontext”: Daten und Infor­ma­tionen, die dem Konsu­menten passend zu seiner Akti­vität, am rich­tigen Standort und zur rich­tigen Zeit zuge­spielt werden. Lisa gibt uns hier ein paar Einblicke in ihre Forschungsarbeit.

Es ist fast schon über­flüssig zu erwähnen, dass der Online-Handel auf Kosten des statio­nären Handels wächst. Neu hingegen ist die Kombi­na­tion von Augmented-Reality-Anwendungen und Beacons (BLE-Sender), die den Point-of-Sale (PoS) wieder attraktiv gestalten und damit Konsu­menten zurück in die Geschäfte locken soll. Die Anwen­dungen ermög­li­chen es, mit Konsu­menten in deren Situa­ti­ons­zu­sam­men­hang zu inter­agieren und verbes­sern so den Service sowie den Erleb­nis­faktor beim Einkauf. Diese Form der Kunden­an­sprache entspricht der Idee des Context Busi­ness: Mittels Daten­ana­lysen in Echt­zeit können Inhalte im Situa­ti­ons­zu­sam­men­hang der Nutzer gene­riert werden. Die entspre­chenden Daten werden über Sensoren oder über die sozialen Netz­werke ermit­telt. Mit Hilfe der Beacons kann der Standort der Konsu­menten nahezu genau ermit­telt und die Anspra­chen darauf ange­passt werden. Dazu ist die Inte­gra­tion des Smart­phones als stän­diger Begleiter am PoS geeignet. Das Smart­phone kann zur Navi­ga­tion, als Infor­ma­ti­ons­dis­play oder auch spie­le­risch einge­setzt werden – der Krea­ti­vität der Entwickler sind keine Grenzen gesetzt.

Im Rahmen einer Bache­lor­ar­beit entstanden drei konkrete Anwen­dungen, die an den grund­le­genden Gedanken des Kauf­pro­zesses sowie den aktu­ellen Entwick­lungen des statio­nären Point of Sales ausge­richtet wurden. Durch Exper­ten­be­fra­gungen, an denen sich auch RE’FLEKT betei­ligte, wurden die Anwen­dungen letzt­end­lich evalu­iert und ergänzt.

KONTEXT IM KONSUM MIT AUGMENTED REALITY UND BEACONS

Das Smart­phone kann genutzt werden, um Produkte zu scannen und sich rele­vante Infor­ma­tionen an der entspre­chenden Stelle auf dem Display anzeigen zu lassen. Das unter­stützt die Konsu­menten in ihrer Entschei­dungs­fin­dung vor Ort, entlastet das Personal und ermög­licht ein blei­bendes Einkaufserlebnis.

Augmented Reality Beacons

INSTORE-NAVIGATION PER AUGMENTED REALITY

Eine weitere Anwen­dung ermög­licht es Kunden schnell und einfach zum gewünschten Produkt zu navi­gieren. Alltäg­liche Besor­gungen, wie beim Besuch im Super­markt, können für die dauer­ge­stresste Gesell­schaft erleich­tert werden.

Augmented Reality Retail

GAMIFICATION IM HANDEL

Und auch auf spie­le­ri­scher Ebene gibt es reich­lich Poten­zial: Betritt ein Konsu­ment den Shop kann er zu einer inter­ak­tiven Schnit­zel­jagd aufge­for­dert werden. Mit seiner Smartphone-Kamera erfasst er die Laden­fläche, mittels Augmented-Reality-Einblendungen werden ihm virtu­elle Pfeile ange­zeigt, aus denen er den rich­tigen Weg erraten muss. Am Ziel wartet ein beson­deres Schnäpp­chen auf ihn. Der Einkauf ist hier nicht Mittel zum Zweck sondern Freizeitbeschäftigung.

Augmented Reality Beacons

Alle Anwen­dungen haben einen posi­tiven Einfluss auf die Kunden­be­ra­tungs­ef­fi­zienz, die Kunden­treue, das Einkaufs­er­lebnis und zahlen sich letzt­end­lich auch monetär aus. All das nicht zuletzt weil die Tech­no­lo­gien eine hohe Qualität an Kunden­daten zur Auswer­tung bereit­stellen. Sämt­liche Inter­ak­tionen mit den Konsu­menten können fest­ge­halten werden: Wie bewegt der Kunde sich im Geschäft? Welche Ange­bote erhalten Aufmerk­sam­keit? Oder wie lange dauert sein Besuch? Der Einsatz der Anwen­dungen wird weiterhin mit einer Image­ver­bes­se­rung, Bekannt­heits­stei­ge­rung und Branding-Effekten in Verbin­dung gebracht.

Wirk­lich span­nend wird es, wenn sich Tech­no­lo­gien auf dem Markt etablieren, die vor allem die AR Anwen­dungen unter­stützen. In erster Linie sind hier die Daten­brillen zu nennen. Auch Tiefen­sen­soren, die Struk­turen von Gegen­ständen erkennen können, werden als Bestand­teil neuer mobiler Medien Anwen­dungen dieser Art opti­mieren. Damit ergeben sich ganz neue Aussichten für Händler und Hersteller, aber auch Konsu­menten können auf die Einkaufs­er­leb­nisse der Zukunft gespannt sein.

Bild­quellen: Pixabay, Lisa Kulawig, Estimote

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