Das große Interview zu Augmented Reality Software und REFLEKT ONE

Augmented-Reality-Anwendungen für die Indus­trie erstellen ohne zu program­mieren – das ist seit dem Markt­start von REFLEKT ONE in der vergan­genen Woche möglich. “Kosten runter, Nutzen rauf” vermit­telt in einfa­chen Worten, wie die Platt­form arbeitet. Was bisher indi­vi­duell program­miert wurde, wird jetzt mit REFLEKT ONE skalierbar: Augmented-Reality-Anwendungen für Produk­tion, Tech­ni­sche Doku­men­ta­tion, Trai­ning und Marke­ting kosten­günstig für unter­schied­liche Use Cases, Produkt­va­ri­anten sowie in zahl­rei­chen Spra­chen stan­dar­di­siert zu produ­zieren. Dazu haben wir mit REFLEKT-CEO Wolf­gang Stelzle gesprochen.

AUGMENTED REALITY SOFTWARE FÜR DIE INDUSTRIE

WE ARE AR: REFLEKT hat eine Platt­form entwi­ckelt, mit der sich Augmented Reality erstellen lässt. Bereits zum Markt­start wurde die Platt­form mit einem Inno­va­ti­ons­preis ausge­zeichnet. Was erwar­test Du von REFLEKT ONE?
 
Wolf­gang Stelzle: Ich erwarte mir von REFLEKT ONE, dass Augmented Reality auf ein neues Level gehoben wird. Seit es die modernen Gene­ra­tionen der Mobil­ge­räte gibt, ist AR in der Indus­trie einsetzbar. Bisher war es aber nicht möglich, die digi­talen Inhalte kosten­günstig und effi­zient für die Indus­trie aufzu­be­reiten. Mit REFLEKT ONE lassen sich  solche Inhalte nun endlich  in stan­dar­di­sierten und skalier­baren Auto­ren­pro­zessen erstellen. Damit ist der breite Einsatz von Augmented Reality möglich. Skalier­bar­keit bedeutet für die Unter­nehmen, dass keine Program­mierer erfor­der­lich sind, sondern Augmented Reality von den eigenen Mitar­bei­tern erstellt wird. Wichtig ist, dass die Arbeits­ab­läufe der Mitar­beiter unver­än­dert bleiben, weil REFLEKT ONE in die vorhan­dene Infra­struktur einge­bunden wird.
 
WE ARE AR: Bisher hat REFLEKT Projekte umge­setzt – in der Indus­trie, aber auch im Bereich Marke­ting. Warum ist es für ein Start-up wichtig ein Produkt zu entwickeln?
 
Wolf­gang Stelzle: Das Projekt­ge­schäft ist sehr volatil. Wir bewegen uns im Umfeld von disrup­tiven Tech­no­lo­gien. Da ist es wichtig skalier­bare Produkte zu entwi­ckeln. REFLEKT ONE steht nicht für einen bestimmten Anwen­dungs­fall, sondern für eine breite Ziel­gruppe verschie­dener Indus­trien sowie eine Viel­zahl verschie­dener Szenarien.
 Augmented Reality Industrie REFLEKT ONE
 
 
WE ARE AR: REFLEKT ONE ist ein Produkt, das es in dieser Form bislang für Augmented Reality nicht gegeben hat. Wer hatte die Idee dazu, gerade diese Platt­form zu entwickeln?
 
Wolf­gang Stelzle: Die Idee für REFLEKT ONE entstand dadurch, dass wir jede Anwen­dung neu program­mieren mussten. Die einzelnen Projekte haben uns gezeigt, dass die Lösungen in der Indus­trie immer eine ähnliche Basis haben. Da war es für uns klar, dass wir eine Platt­form schaffen müssen, mit der sich jede Art von Anwen­dung für Augmented Reality reali­sieren lässt. Beispiels­weise spielt der einfache Einsatz von vorhan­denen CAD-Daten eine große Rolle bei der Entwick­lung. Mit unserem Entwick­lungs­partner Bosch konnten wir dann schon zu Beginn der ersten Über­le­gungen die Prozesse in der Indus­trie disku­tieren. Unsere Exper­tise im Bereich AR und das Wissen der Kollegen von Bosch über die Anfor­de­rungen auf Unter­neh­mens­seite waren dann die Grund­lage für das ONE-Konzept. 
 
WE ARE AR: Uns inter­es­siert natür­lich, wie das Projekt entstand. Lief die Entwick­lung wie Du sie erwartet hattest?
 
Wolf­gang Stelzle: (lacht) Im Großen und Ganzen schon. Vor allem, wie sich die Zusam­men­ar­beit zwischen den REFLEKT- und Bosch-Teams entwi­ckelt hat. Das war und ist sehr agil und bringt immer wieder neue Ideen hervor. Natür­lich war nicht alles wie anfäng­lich geplant. In jedem Sprint haben wir die Anfor­de­rungen der Nutzer mit dem Entwick­lungs­stand abge­gli­chen und daraus ergaben sich immer wieder neue Heraus­for­de­rungen. Wir mussten neue Wege gehen, weil es die auto­ma­ti­sierte Produk­tion von AR ohne zu program­mieren bisher auf diesem Niveau nicht gab. Das bereitet manchmal auch schlaf­lose Nächte.
 

AUGMENTED REALITY ERSTELLEN OHNE PROGRAMMIEREN

WE ARE AR: Jetzt haben wir schon einen Eindruck bekommen, wie die Entwick­lung lief. Jetzt wollen wir natür­lich wissen, was die Platt­form an Vorteilen bringt. Warum sollten Unter­nehmen REFLEKT ONE einsetzen?
 
Wolf­gang Stelzle: Zuerst stellt sich die Frage, ob ein Unter­nehmen bereits mit Augmented Reality vertraut ist und den Nutzen wie auch die Anfor­de­rungen kennt. Mitt­ler­weile kennt der über­wie­gende Teil der Unter­nehmen die Mehr­werte von AR, z.B. durch eigene Tests mit Proto­typen. Dann ist die nächste Frage meis­tens, wie sich der Prototyp auf verschie­denste Use Cases – mit zahl­rei­chen Modellen und Vari­anten und in unter­schied­li­chen Spra­chen – ausrollen lässt. An dem Punkt kommt die stan­dar­di­sierte und skalier­bare Erstel­lung von AR ins Spiel. ONE macht genau dies. Die Platt­form kann die Inhalte für unter­schied­lichste Szena­rien kosten­günstig zur Verfü­gung stellen
 
WE ARE AR: Kannst Du uns ein paar Beispiele geben, welche Art von Anwen­dungen sich mit ONE erstellen lassen?
 
Wolf­gang Stelzle: In der Produk­tion, in der Montage und auch im Wartungs­be­reich führt der Einsatz von AR mit REFLEKT ONE dazu, dass die Arbeit schneller und mit weniger Fehlern gemacht wird. Dafür werden visu­elle Schritt-für-Schritt-Anlei­tungen genutzt, Anwei­sungen direkt ins Sicht­feld des Arbei­ters einge­blendet oder es werden Soll-/Ist-Vergleiche auf die Bauteile proji­ziert. Im Trai­nings­be­reich beispiels­weise geht es darum, wie man Lern­in­halte inter­ak­tiver vermit­teln kann und dafür sorgt, dass der Wissens­er­halt verlän­gert werden kann. Im Marke­ting lassen sich Features und Funk­tionen bis hin zu kompletten Produkt­ka­ta­logen in höchster Darstel­lungs­qua­lität direkt am Produkt zeigen. Das sind nur ein paar Beispiele, was sich mit ONE umsetzen lässt. 
 
 
WE ARE AR: Lässt sich das alles mit einer Soft­ware machen oder braucht man dafür verschie­dene Module?
 
Wolf­gang Stelzle: REFLEKT ONE ist modular und orien­tiert sich an den Bedürf­nissen der Unter­nehmen. Alles baut auf ONE Basic auf. Darin sind alle wesent­li­chen Funk­tionen enthalten, um Augmented Reality zu erstellen. Für die einzelnen Anwen­dungs­felder ist es wichtig, spezi­fi­sche Module zu haben. Ein tech­ni­scher Redak­teur hat andere Anfor­de­rungen für Hand­bü­cher und Bedie­nungs­an­lei­tungen als das Marke­ting für eine Produkt­prä­sen­ta­tion. Beim Redak­teur geht es darum, Augmented Reality in der bestehenden Redak­ti­ons­um­ge­bung zu erstellen und Infor­ma­tionen und Daten möglichst direkt an den Ort des Gesche­hens zu bringen. Im Marke­ting besteht die Anfor­de­rung beispiels­weise darin, Produkte und Bauteile in perfekter Qualität zu zeigen. Je nach Anwen­dungs­ge­biet können Unter­nehmen Module für Produk­tion, Service, Trai­ning und Marke­ting aufstocken.
 
WE ARE AR: An welche Ziel­gruppe richtet sich ONE? Nur an große Konzerne oder auch an den Mittelstand? 
 
Wolf­gang Stelzle: Mit den verschie­denen Modulen haben wir sowohl für Konzerne als auch für den Mittel­stand passende Lösungen. ONE Basic enthält bereits die wich­tigen Funk­tionen, um selbst Augmented Reality erstellen zu können. Je nach Anfor­de­rung, also Anzahl der Anwender, Anwen­dungs­ge­biet oder Platt­form, kann das System Schritt für Schritt erwei­tert werden. 
 

WE ARE AR: Welche weiteren Funk­tionen wird es in den kommenden Versionen geben?
Wolf­gang Stelzle: Wir arbeiten an der nächsten Stufe für die Inte­gra­tion der Daten­brillen. “Hands-free” ist ein starkes Argu­ment für die Indus­trie und wir testen bereits mit vielen verschie­denen Modellen. Dafür haben wir eigens eine Demo­Wall, die jedes Unter­nehmen für Tests buchen kann. “Cross-platform” und “cross-device” sind die wich­tigen Schlag­worte, die wir weiter verbes­sern, um perma­nent neue Devices zu integrieren.

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