Augmented Reality mit Google Project Tango

Googles Project Tango – ein Smart­de­vice mit zusätz­li­chen Sensoren – will 3D-Capturing auf mobilen Geräten verfügbar machen. Damit ist man in der Lage die Umge­bung zu scannen und beispiels­weise zur Orien­tie­rung zu nutzen. Nur wenige Details sind bisher bekannt. Wir haben für Euch ein paar News zusammengestellt.

 

WAS BISHER BEI PROJECT TANGO GESCHAH

Am Anfang des Jahres gab es die ersten Details: Googles Entwickler arbeiten an einem Mobile Device, das mit verbes­serten Sensoren den 3D-Scan der realen Umge­bung erlaubt (WE ARE AR berich­tete). Mit Hilfe eines RGB-D-Sensors – einer Tiefen­ka­mera – können Gegen­stände erfasst und als drei­di­men­sio­nale Modelle gespei­chert werden. Das Smart­phone wäre in der Lage unsere aktu­elle Umge­bung zu erkennen, um bei der Orien­tie­rung oder Navi­ga­tion zu unter­stützen. Insbe­son­dere dort, wo es kein GPS gibt: innher­halb von Gebäuden für ein exaktes Indoor-Mapping.

Im April verkün­dete der Such­ma­schi­nen­gi­gant den Einsatz des Tango-Smartphones für die Sphere-Roboter im Orbit. Googles 3D-Device bietet offen­sicht­lich genau das, was die NASA gesucht hat. Chris Provencher, Projekt­ma­nager für Sphere, erklärte, man habe eine Möglich­keit gesucht um die kleinen Roboter mit besserer Technik in Form von Kamera und Sensoren auszu­statten. Die NASA nennt das “Gehirn und Augen” für die Spheres.

 

WER NOCH AM AUGMENTED REALITY PHONE SCHRAUBT

Einer der Projekt­be­tei­ligten ist das israe­li­sche Unter­nehmen Mantis Vision. Im Jahr 2005 gegründet, spezia­li­sierten sich die drei Gründer von Anfang an auf 3D-Software und -tech­no­logie. Für Project Tango steuern sie ihre Platt­form MV4D bei, mit der Entwickler laut Mantis Vision skalier­bares 3D-Capturing in eigene Anwen­dungen inte­grieren können. Die Soft­ware wird voraus­sicht­lich zunächst auf dem für 2015 ange­kün­digten 7-Zoll-Tablet erscheinen, das seit Juni für von Google ausge­wählte Entwickler verfügbar ist.

 

WIE LÄSST SICH TANGO NUTZEN?

Neben der bereits beschrie­benen Navi­ga­tion ist es vor allem die exakte Posi­tio­nie­rung von Gegen­ständen und Menschen, die das Tango-Device inter­es­sant macht. So kann beispiels­weise eine Person in eine andere Land­schaft versetzt werden; in der Indus­trie können Simu­la­tionen mit verschie­denen  Umge­bungen per Tablet reali­siert werden. Mit bishe­rigen Mobil­ge­räten ist dies aufgrund der Qualität und Art der Sensoren in dieser Form nicht möglich.

Das Video von Mantis zeigt verschie­dene Beispiele: Den Drummer scannen, in neuer Umge­bung plat­zieren und eine Rund­um­sicht erlauben. Ein weiteres Beispiel im Video zeigt, wie sich ein Raum erfassen lässt und anschlie­ßend eine virtu­elle Renn­bahn plat­ziert wird.

Das nächste Video zeigt eine Umset­zung des US-amerikanischen Indoor-Mapping-Anbieters Aisle411 für die Einzel­han­dels­kette Wall­greens. Die Kunden können mit einem Tango-Tablet durch den Laden navi­gieren und bekommen beispiels­weise Produkt­in­for­ma­tionen und Sonder­an­ge­bote direkt am realen Produkt ange­zeigt – eine immer­sive Einkaufs­tour.

Abschlie­ßend gibt es noch ein Video über Tango von Googles I/O-Konferenz 2014: Hands-on-Video with Transformers.

WEITERFÜHRENDE LINKS

Google – What is Project Tango?

MIT Tech Review – Startup Wants You to Capture the World in 3-D

 

 

 

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